9 Gründe, Entscheidungen mit Systemischem Konsensieren zu treffen
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Warum es sich lohnt, das SK-Prinzip in der eigenen Gruppe auszuprobieren

9. Es aktiviert jede Einzelne

Gewöhnlich schalten einzelne Mitglieder innerlich ab und ziehen sich zurück, wenn sie die Erfahrung machen, dass ihre Stimme nicht wirklich etwas bewirkt. Beim Systemischen Konsensieren wird jede einzelne berücksichtigt und lernt sehr schnell, sich einzubringen wenn ihr etwas nicht passt.

8. Entscheidungen werden nachvollziehbar

Durch ein formalisiertes Verfahren wie das Systemische Konsensieren gewinnen Gruppenmitglieder Orientierung, Sicherheit und Klarheit darüber, an welcher Stelle im Prozess sie sich grade befinden. Das reduziert unnötige Diskussionen weil wichtige Aspekte in der Entscheidungsvorbereitung ihren festen Platz haben.

7. Minderheiten werden nicht übergangen

Das Paradigma des SK-Prinzips könnte man so beschreiben: „Nicht was die meisten wollen soll geschehen, sondern was die wenigsten Einwände hervorruft“. Deswegen liegt es im Interesse der ganzen Gruppe, auch Minderheiten mit an Bord zu holen.

6. Es kurbelt die Kreativität der Gruppe an

Will man eine Mehrheit gewinnen stören Alternativen nur – sie könnten Stimmen von der Wunschlösung abziehen. Konsensverfahren zielen häufig sogar darauf ab, die Gruppe auf eine einzelne Alternative einzuschwören.

Das SK Prinzip kann mit beliebig vielen Alternativen umgehen, es funktioniert umso besser je mehr Kreativität die Gruppe investiert.

5. Systemisches Konsensieren wirkt konfliktlösend

In jedem Entscheidungskonflikt wollen Menschen gesehen, gehört und ernst genommen werden. Indem Widerstände ausgedrückt und die Ursachen angegangen werden geschieht genau das. Konventionelle Verfahren bewirken das Gegenteil: Es werden künstlich Gegner erzeugt und anschließend (politisch) bekämpft.

4. Das Konfliktpotential in Lösungen wird deutlich

Im Gegensatz zu Pro-Stimmen decken die Widerstands-Stimmen genau die neuralgischen Punkte auf: Wo es klemmen könnte, was noch fehlt, wo die Gruppe bisher nicht hingeguckt hat. Unzufriedenheit und Bedenken werden aktiv eingeladen anstatt sie wegzudiskutieren. Auf diese Weise wird schon lange vor der Umsetzung an mögliche Auswirkungen gedacht.

3. Der Ablauf wird dynamischer

Da die Gruppe jederzeit mit Schnellkonsensierten Entscheidungen ihren eigenen Prozess nachsteuern kann gibt es keine Sackgassen mehr. Durch den Verzicht auf ein Veto kann auch keine einzelne Person mehr den Prozess blockieren.

2. Es geht schnell

Ein Meinungsbild mit Widerstandsstimmen für vier Vorschläge dauert in einer Gruppe mit 10 Personen ungefähr 90 Sekunden. Wenn es wenig Widerstand gibt kann direkt mit der Umsetzung gestartet werden, andernfalls können Details geklärt oder Widerstände ausgeräumt werden.

 

1. Gruppen erhalten endlich die Entscheidungsbefugnis

Wichtige Angelegenheiten müssen nicht mehr an Unterkreise oder Vorgesetzte delegiert werden – es können beliebig viele Menschen an der Entscheidung beteiligt werden. Ohne die Gefahr von Endlosmeetings, Vetos oder Machtkämpfen kann eine völlig neue Entscheidungskultur in Gruppen entstehen die so noch nie ausprobiert wurde.


Kommentare

9 Gründe, Entscheidungen mit Systemischem Konsensieren zu treffen — 1 Kommentar

  1. Hallo Markus,

    ein klar strukturierender Artikel der – in meinen Augen – das SK super verdeutlicht. Dass das SK funktioniert, habe ich auch erst in der Praxis verstanden. Man(n oder Frau) muss es einfach selber ausprobieren und erleben, wie schnell auf diesem Wege eine Lösung gefunden werden kann.

    Sonnige Grüße
    Jana

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