3 Sätze, die du dir im Plenum merken solltest

Schnellkonsensieren in der Praxis

Ob Meeting, Plenum oder Telefonkonferenz, diese Sätze machen dir das Leben um einiges leichter, wenn es darum geht, das weitere Vorgehen abzusprechen. Vielleicht kennst du die Situation:

Ihr habt ein Thema auf dem Tisch und noch acht weitere auf der Agenda. Du hast eine Idee, wie das Problem anzupacken ist, bist dir aber nicht sicher, wie der Rest der Gruppe dazu steht.

1. “Gibt es Einwände zu dem Vorschlag?”

Anstatt zu diskutieren oder zu rätseln, wer in der Gruppe für oder gegen deinen Vorschlag ist, probier doch mal, nach den Einwänden zu fragen. Das können begründete Wortmeldungen sein oder einfach nur undifferenziertes Bauchgrummeln.

Wenn niemand etwas einzuwenden hat, braucht es keine Diskussionen und keine weiteren Vorschläge, die Gruppe hat einen Konsens gefunden. Hat jemand einen Einwand, dann kann durch einfaches Hand heben das Konfliktpotential in der Gruppe ermittelt werden (zusammenzählen):

  • Zwei Hände heben: Starker Einwand
  • Eine Hand heben: Leichter Einwand
  • Hand aufs Herz: Kein Einwand

Erläuterungen und Argumente braucht es nicht, wenn man sich im Vorfeld auf Schnellkonsensieren als Einstiegs-Entscheidungsverfahren geeinigt hat.

2. “Wir können den Vorschlag auch fallen lassen, das hieße… – Gibt es dazu Einwände?”

Falls es Einwände gibt, zielt diese Frage auf die Passiv-Lösung – das was bisher vereinbart wurde, wie die Dinge weiterlaufen würden, wenn wir nichts verändern. Auch hier geht es wieder um die Einwände, damit wir nicht für und wider miteinander vergleichen sondern Einwände mit Einwänden.

Der Vorschlag mit den wenigsten Einwandsstimmen kann meistens direkt umgesetzt werden.

3. “Was fehlt dir an dem Vorschlag?”

Wenn eine hohe Akzeptanz für eine Lösung wichtig ist, zum Beispiel weil die Gruppe geschlossen vorgehen möchte, kannst du die Bedürfnisse hinter den Widerständen erfragen. Die Frage zielt darauf ab, der Person durch modifizieren des Vorschlags entgegenzukommen – nicht darauf, sie zu überreden, wie wir es vielleicht gewohnt sind.


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